49-Euro Ticket wurde beschlossen

April 08, 2023
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Das 49-Euro-Ticket für den Nahverkehr: Informationen zum Starttermin, zur Gültigkeit und zur Finanzierung

Die Einführung des Deutschlandtickets für 49 Euro wurde beschlossen und soll als Nachfolger des 9-Euro-Tickets den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland attraktiver machen. Dank der "Flatrate für den Regionalverkehr" können Reisende und Pendler ganz einfach über Landes- und Tarifgrenzen fahren, ohne sich durch den Tarif-Dschungel der verschiedenen Nahverkehrsunternehmen kämpfen zu müssen. Einige Details sind bereits bekannt, während andere in den nächsten Monaten noch von Bund, Ländern und Verkehrsunternehmen geklärt werden müssen.

Starttermin: Wann kommt das Deutschlandticket? Ursprünglich wurde ein Starttermin am 1. Januar 2023 angestrebt, jedoch verzögerte sich die Einführung aufgrund ungeklärter Fragen zur Finanzierung. Nun hat der Bundesrat die Vereinbarung über die Finanzierung zwischen Bund und Ländern gebilligt, und der Starttermin wurde auf den 1. Mai festgelegt. Der Verkauf beginnt bereits am 3. April.

Wie viel kostet das Deutschlandticket? Das Ticket wird zunächst 49 Euro im Monat kosten, aber dieser Preis gilt nur als "Einführungspreis". Spätere Preiserhöhungen sind nicht ausgeschlossen und laut Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst sogar sehr wahrscheinlich: "Der Preis wird steigen". Es ist geplant, eine Dynamisierung in Form eines automatischen Inflationsausgleichs ab dem zweiten Jahr einzuführen.

Das Deutschlandticket wird digital per App auf dem Handy oder als Chipkarte in einem monatlich kündbaren Abo erhältlich sein. Übergangsweise bis Ende des Jahres ist auch eine Papierbestätigung mit einem QR-Code geplant. Es wird über die Webseite bahn.de und die Apps "DB Navigator" oder "DB Streckenagent" sowie in den DB-Reisezentren erhältlich sein. Viele andere Verkehrsunternehmen werden das Deutschlandticket ebenfalls auf ihren Vertriebskanälen verkaufen.

Eine automatische Umstellung von einem bereits bestehenden Abo zum Deutschlandticket wird nicht stattfinden. Die meisten Verkehrsunternehmen und Verbünde bieten jedoch einen reibungslosen Wechsel zum 49-Euro-Ticket an. Die Deutsche Bahn informiert beispielsweise, dass der Wechsel des Abos im Aboportal unter www.bahn.de/aboportal eingeleitet werden kann.

In Bezug auf die Fahrradmitnahme müssen Reisende die jeweiligen Tarifbestimmungen des Deutschlandtarifs, der Landestarife, Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen beachten. Wenn eine Fahrradkarte für ein Tarifgebiet erforderlich ist, gilt das auch bei Fahrten mit dem Deutschlandticket. Wenn die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern auf der genutzten Strecke oder im durchfahrenen Tarifgebiet erlaubt ist, ist sie auch mit dem 49-Euro-Ticket kostenfrei.

Die Finanzierung des Deutschlandtickets ist zwischen Bund und Ländern geregelt. Nach dem dritten Entlastungspaket wurde eine Summe von insgesamt 3,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Der Bund übernimmt davon 2,5 Milliarden Euro, während die Länder die restlichen 1 Milliarde Euro beisteuern. Die Finanzierung soll vor allem durch die Erhöhung der Luftverkehrsteuer und durch eine höhere Abgabe auf Inlandsflüge generiert werden. Es ist jedoch auch geplant, dass sich die Verkehrsunternehmen und -verbünde mit einem Teil der Einnahmen aus dem Ticketverkauf beteiligen.

Die Aussage besagt, dass Bund und Länder sich darauf geeinigt haben, das 49-Euro-Ticket gemeinsam zu finanzieren. Beide Seiten werden 1,5 Milliarden Euro beisteuern und mögliche Mehrkosten, die den Verkehrsunternehmen durch Mindereinnahmen im Einführungsjahr entstehen, gemeinsam tragen. Die Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, bezeichnet die 50-50-Einigung bei den Kosten als einen guten Beginn. Es bleibt jedoch noch offen, wie die Finanzierung nach 2023 geregelt wird. 

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