Ausschreitungen in Stuttgart: 26 Polizisten verletzt bei Eritrea-Veranstaltung

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Lmyadmin Veröffentlicht auf September 17, 2023

Zusammenfassung:
In Stuttgart kam es zu heftigen Ausschreitungen bei einer Veranstaltung, die mit Eritrea in Verbindung steht. Bis zu 200 Personen griffen Teilnehmer der Veranstaltung und Polizisten mit Gegenständen wie Steinen und Flaschen an. Insgesamt 26 Polizeibeamte und sechs weitere Personen wurden verletzt, von denen einige im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es gab 228 Festnahmen. Die Eritrea-Veranstaltung, die vom Verband eritreischer Vereine in Stuttgart organisiert wurde, zog Oppositionelle an, die ihre Ablehnung gegen die Veranstaltung und die eritreische Regierung zum Ausdruck brachten. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) verurteilte die Gewalt und drückte seine Bestürzung über den Import politischer Konflikte aus anderen Ländern nach Deutschland aus. In der Vergangenheit kam es auch in anderen europäischen Städten zu Ausschreitungen bei Veranstaltungen, die mit Eritrea in Verbindung stehen.

Hintergrund zu Eritrea:
Eritrea, ein nordostafrikanisches Land am Roten Meer, wird seit seiner Unabhängigkeit von Äthiopien vor 30 Jahren von Präsident Isaias Afewerki in einer Ein-Parteien-Diktatur regiert. Es herrschen erhebliche Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit, und es gibt weder unabhängige Gerichte noch zivilgesellschaftliche Organisationen. Ein strenges Wehrdienst- und Zwangsarbeitssystem hat zu einer großen Fluchtbewegung geführt.

Bisherige Vorfälle:
In Gießen (Hessen) und Stockholm (Schweden) fanden ähnliche Eritrea-bezogene Veranstaltungen statt, bei denen es ebenfalls zu gewalttätigen Ausschreitungen kam. In beiden Fällen wurde die Veranstaltung von Gruppen organisiert, die der Führung Eritreas nahe stehen.

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