Die Situation in Frankreich hat sich nach dem tödlichen Polizeischuss auf einen 17-Jährigen während einer Verkehrskontrolle verschärft. Dies führte zu gewaltsamen Protesten im ganzen Land, die nun die Mobilisierung von 40.000 Polizisten erfordern. Innenminister Gérald Darmanin gab bekannt, dass 5000 dieser Beamten in Paris und Umgebung eingesetzt werden, was eine Vervierfachung der Kräfte im Vergleich zur vorherigen Nacht darstellt.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden 150 Personen festgenommen. Darmanin bezeichnete die Nacht auf Twitter als "Nacht der unerträglichen Gewalt gegen Symbole der Republik", da Rathäuser, Schulen und Polizeistationen angegriffen oder in Brand gesetzt wurden.
Die Proteste eskalierten in verschiedenen Teilen des Landes, einschließlich Nanterre, Essonne, Clamart, Seine-Saint-Denis, Toulouse, Lyon und Dijon. Fahrzeuge wurden angezündet, Geschäfte geplündert, Polizeiwachen angegriffen und Rathäuser beschädigt. Vor dem zweitgrößten französischen Gefängnis in Fresnes wurden Sicherheitskräfte mit Feuerwerk angegriffen.
Der 17-jährige Nahel M. wurde während einer Verkehrskontrolle in Nanterre erschossen. Ein Video zeigt, wie ein Polizist auf Nahel zielte und schoss, als das Auto plötzlich beschleunigte. Nahel starb kurz darauf an einer Schusswunde in der Brust.
In der Zwischenzeit wurde ein Polizist im Südwesten Frankreichs des Totschlags beschuldigt. Er soll bei einer Verkehrskontrolle am 14. Juni einen tödlichen Schuss auf einen 19-Jährigen aus Guinea abgegeben haben.
Die Anzahl der Todesfälle bei Verkehrskontrollen in Frankreich erreichte 2022 mit 13 Todesfällen einen Höchststand. Die übermäßige Polizeigewalt wird in Frankreich immer wieder kritisiert.
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