Bild: KI-generiert
Verkehrsminister Volker Bilger hat sich für die Wiederbelebung der Familienreservierung bei der Bahn ausgesprochen. Diese Maßnahme soll Familien helfen, gemeinsam Sitzplätze zu buchen, ohne zusätzliche Kosten zu tragen. Doch was genau bedeutet das für Reisende? Und wie können Familien trotz der bevorstehenden Preiserhöhung ab Juni 2025 clever buchen? Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe und gibt praktische Tipps.
Teurere Buchungen ab Juni 2025
Ab Juni 2025 müssen Familien, die bei der Deutschen Bahn gemeinsam reisen möchten, mit höheren Preisen für die Sitzplatzreservierung rechnen. Diese Regelung hat in der Öffentlichkeit bereits für Diskussionen gesorgt. Bisher war es möglich, für Kinder unter 15 Jahren kostenlos einen Sitzplatz zu reservieren, wenn sie in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen reisten. Künftig fällt für jedes Familienmitglied eine Reservierungsgebühr an – je nach Zugkategorie zwischen 4,50 Euro (2. Klasse) und 5,90 Euro (1. Klasse) pro Person und Strecke.
Für eine vierköpfige Familie bedeutet das Mehrkosten von bis zu 47,20 Euro für Hin- und Rückfahrt in der 1. Klasse. In der 2. Klasse sind es immerhin noch bis zu 36 Euro. Diese Summe kommt zu den ohnehin schon gestiegenen Ticketpreisen hinzu und kann Familienausflüge spürbar verteuern.
Bilgers Initiative
Bilger sieht in der Wiedereinführung der Familienreservierung eine wichtige Maßnahme, um die Attraktivität des Bahnreisens für Familien zu erhöhen. Der Minister möchte, dass die Bahn für Familien weiterhin bezahlbar bleibt und das gemeinsame Reisen erleichtert wird. Konkret schlägt er vor, dass Familien mit Kindern unter 15 Jahren weiterhin kostenlos reservieren können – allerdings nur, wenn sie gemeinsam in einem Zug reisen und die Reservierung online oder am Schalter vornehmen.
Die Deutsche Bahn hat bislang nicht offiziell auf Bilgers Vorstoß reagiert. Allerdings gibt es interne Überlegungen, die Familienreservierung zumindest für BahnCard-25-Inhaber und Inhaber des Deutschlandtickets wieder einzuführen. Eine endgültige Entscheidung wird für Herbst 2025 erwartet.
Was bedeutet das für Familien?
Familien, die regelmäßig mit der Bahn verreisen, müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Doch es gibt Möglichkeiten, die Ausgaben zu minimieren. Einige Tipps:
- Früh buchen: Wer früh bucht, kann von Sparpreisen profitieren. Diese sind oft schon ab 17,90 Euro pro Person erhältlich – allerdings ohne Sitzplatzreservierung.
- Reservierung nur für Teilstrecken: Wenn Sie nur einen Teil der Strecke reservieren, sparen Sie Gebühren. Allerdings kann es dann passieren, dass Sie auf freie Plätze hoffen müssen.
- Gruppenreservierung: Ab 6 Personen können Sie eine Gruppenreservierung vornehmen. Diese ist oft günstiger als Einzelreservierungen.
- BahnCard 100: Wer viel reist, für den lohnt sich die BahnCard 100. Hier ist die Sitzplatzreservierung in der 1. Klasse kostenlos.
Ein weiterer Aspekt: Die Familienreservierung ermöglichte es bisher, dass Kinder und Eltern garantiert nebeneinander sitzen. Ohne diese Option steigt das Risiko, getrennt zu sitzen – besonders in stark frequentierten Zügen wie ICE oder IC. Das kann die Reise für Familien mit kleinen Kindern deutlich stressiger machen.
Hintergrund: Warum wurde die Familienreservierung abgeschafft?
Die Deutsche Bahn hatte die kostenlose Familienreservierung im Jahr 2022 abgeschafft, um Kosten zu sparen und die Reservierungsprozesse zu vereinfachen. Seitdem müssen auch Kinder für die Sitzplatzreservierung bezahlen. Kritiker bemängeln, dass dies Familien benachteiligt und den Umstieg auf die Bahn unattraktiver macht. Umweltverbände und Familienorganisationen fordern seit langem eine Rückkehr zu familienfreundlicheren Regelungen.
Wie können Familien jetzt schon sparen?
Neben den oben genannten Tipps gibt es weitere Möglichkeiten, die Kosten zu senken:
- Länder-Tickets: In vielen Bundesländern gibt es günstige Ländertickets, die für Familien erhältlich sind. Diese gelten oft für beliebig viele Fahrten an einem Tag in der Region.
- Quer-durchs-Land-Ticket: Für 44 Euro (2. Klasse) können bis zu 5 Personen einen Tag lang durch ganz Deutschland fahren – allerdings nur in Regionalzügen.
- Schönes-Wochenende-Ticket: Ähnlich wie das Quer-durchs-Land-Ticket, aber nur am Wochenende gültig.
- BahnCard 25: Mit der BahnCard 25 erhalten Sie 25 % Rabatt auf Flexpreise und Sparpreise. Für Familien lohnt sich oft die My BahnCard für Kinder.
Zusätzlich können Sie bei der Buchung von Sparpreisen oft ein kostenloses Sitzplatzreservierung hinzufügen, wenn Sie dies früh genug tun. Achten Sie auf entsprechende Angebote.
Fazit und Ausblick
Die Diskussion um die Familienreservierung zeigt, wie wichtig familienfreundliche Angebote im öffentlichen Verkehr sind. Verkehrsminister Bilger hat mit seiner Forderung ein Zeichen gesetzt. Ob die Deutsche Bahn einlenkt, bleibt abzuwarten. Familien sollten sich jedoch auf die höheren Kosten einstellen und frühzeitig buchen, um teure Reservierungen zu vermeiden. Eine Alternative kann auch die Nutzung von Fernbussen oder Carsharing sein – besonders für Kurzstrecken.
Bleiben Sie informiert: Wir halten Sie über die Entwicklungen bei der Deutschen Bahn auf dem Laufenden.
Quelle: Bilger drängt auf Wiedereinführung der Familienreservierung bei der Bahn
Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisch erstellt und dient ausschließlich der allgemeinen Information. Eine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben wird nicht übernommen.