Ökonomen der Deutschen Bank haben in einer neuen Analyse davor gewarnt, die Inflationsrisiken zu unterschätzen. Die Einschätzung trifft einen Nerv: Viele Anleger hatten zuletzt darauf gesetzt, dass sich die Teuerung dauerhaft beruhigt hat.
Was die Bank konkret befürchtet
Die Warnung zielt auf eine verbreitete Annahme an den Märkten: Dass die Inflation unter Kontrolle ist und die Notenbanken ihre Zinsen bald wieder deutlich senken können. Sollte sich die Teuerung jedoch als hartnäckiger erweisen, könnten Zinssenkungen kleiner ausfallen oder länger auf sich warten lassen – mit Folgen für Aktien, Anleihen und Immobilien gleichermaßen.
Warum die Einschätzung Gewicht hat
Analysen großer Institute werden an den Finanzmärkten genau gelesen, weil viele Anlageentscheidungen darauf aufbauen. Eine Warnung dieser Art kann kurzfristig die Stimmung beeinflussen – auch wenn sie zunächst nur eine Einschätzung unter vielen ist.
Was Verbraucher davon haben
Für Haushalte heißt die Botschaft vor allem eines: Die Zeiten kräftig sinkender Preise sind nicht garantiert. Wer größere Anschaffungen plant oder Ersparnisse anlegen will, tut gut daran, die eigene Planung nicht auf eine bestimmte Zinsentwicklung zu bauen.
Der Blick nach vorn
Entscheidend werden die kommenden Inflationsdaten sein. Bestätigen sie die Sorge der Bank, dürfte die Debatte über den Zinskurs neu aufflammen. Fallen sie dagegen günstig aus, verpufft die Warnung als Teil der üblichen Meinungsvielfalt unter Ökonomen.
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