Bild: KI-generiert
Ein Kurzlink ist schnell erstellt – aber ein guter Kurzlink braucht eine Minute Planung. Diese Anleitung führt dich in fünf Schritten von der Idee bis zum dauerhaft einsetzbaren Link. Dabei geht es nicht nur darum, eine URL zu kürzen, sondern einen Link zu schaffen, der funktioniert, verständlich ist und langfristig Nutzen bringt.
Schritt 1: Das Ziel klären
Bevor du einen Link erstellst, beantworte eine Frage: Wohin soll er führen – auf eine Kontaktseite, eine Terminbuchung, ein Angebot oder eine Bewertungsseite? Je klarer das Ziel, desto besser der Name. Überlege auch, welche Aktion der Besucher ausführen soll: Soll er anrufen, ein Formular ausfüllen, etwas kaufen oder einfach nur Informationen lesen? Diese Überlegung hilft nicht nur beim Namen, sondern auch bei der späteren Auswertung.
Ein Beispiel: Du möchtest Kunden direkt zu einem Buchungsformular für einen Beratungstermin führen. Dann ist das Ziel „Terminbuchung“ und der Link könnte später lmy.de/termin lauten. Ein anderes Ziel wäre die Weiterleitung zu einer Bewertungsplattform – dann wäre lmy.de/bewertung passend. Kläre also zuerst das Ziel, bevor du an den Namen denkst.
Schritt 2: Einen sprechenden Namen vergeben
Der Name sollte kurz, klein geschrieben und selbsterklärend sein. Gute Beispiele: lmy.de/kontakt, lmy.de/termin, lmy.de/bewertung. Verzichte auf Jahreszahlen und Füllwörter – die machen Links nur länger und veralten schnell. Ein sprechender Name hat mehrere Vorteile: Er ist leichter zu merken, er weckt Vertrauen, und er lässt sich am Telefon oder in einem Gespräch einfacher weitergeben.
Wenn du mehrere Links für ähnliche Zwecke benötigst, denke an eine klare Struktur. Statt lmy.de/termin1, lmy.de/termin2 solltest du lieber beschreibende Namen wie lmy.de/termin-beratung und lmy.de/termin-support verwenden. So weiß jeder sofort, wohin der Link führt. Achte darauf, Sonderzeichen und Umlaute zu vermeiden – sie können in manchen Systemen zu Problemen führen. Verwende stattdessen Bindestriche, um Wörter zu trennen.
Schritt 3: Den Link erzeugen
Füge die Zieladresse auf lmy.de ein, vergib deinen Namen und kürze die Adresse. Falls der Wunschname schon vergeben ist, wähle eine naheliegende Alternative – etwa lmy.de/termin-buchen statt lmy.de/termin. Der Prozess ist denkbar einfach: Du kopierst die lange URL in das dafür vorgesehene Feld, gibst den gewünschten Kurzlink-Namen ein und bestätigst. Schon ist der Kurzlink erstellt.
Ein Tipp: Prüfe vor dem Erstellen, ob der gewünschte Name noch frei ist. Viele Dienste bieten eine Suchfunktion an. Wenn du einen Link für verschiedene Kanäle benötigst (z. B. Social Media, E-Mail, Print), kannst du auch mehrere Kurzlinks auf dasselbe Ziel verweisen lassen. So kannst du später besser nachvollziehen, über welchen Kanal die Klicks kommen.
Schritt 4: Den Link testen
Teste den fertigen Link auf mindestens zwei Geräten: einmal am Computer, einmal am Smartphone. Prüfe dabei, ob die Zielseite einwandfrei lädt und auf dem Handy gut bedienbar ist. Ein Link, der auf eine kaputte Seite führt, schadet mehr als ein langer Link. Achte auch darauf, ob die Weiterleitung schnell erfolgt und ob die Zielseite möglicherweise eine Weiterleitungskette durchläuft, die die Ladezeit verlängert.
Teste den Link auch in verschiedenen Browsern (Chrome, Firefox, Safari) und aus unterschiedlichen Umgebungen – zum Beispiel aus einer E-Mail, aus einem Chat oder von einer Social-Media-Plattform. Manchmal kann es vorkommen, dass bestimmte Plattformen Links anders behandeln. Ein gründlicher Test stellt sicher, dass dein Kurzlink überall zuverlässig funktioniert.
Schritt 5: Den Link dokumentieren
Lege eine einfache Liste an: Welcher Kurzlink zeigt wohin, wo wird er eingesetzt und wann wurde er zuletzt geprüft? So behältst du auch nach Monaten den Überblick – und kannst Ziele bei Bedarf ändern, ohne neu drucken zu müssen. Eine Tabellenkalkulation oder ein einfaches Textdokument reicht dafür aus. Trage folgende Spalten ein: Kurzlink, Ziel-URL, Einsatzort (z. B. Visitenkarte, Newsletter, Website), Erstellungsdatum und letztes Prüfdatum.
Wenn du Links in gedruckten Materialien verwendest, ist eine gute Dokumentation besonders wichtig. Denn anders als bei digitalen Links kannst du einen QR-Code auf einem Flyer nicht einfach ändern. Du kannst jedoch den Kurzlink so einrichten, dass er auf eine andere Zielseite weiterleitet – vorausgesetzt, du hast die Möglichkeit, das Ziel nachträglich anzupassen. Manche Dienste bieten diese Funktion an. Prüfe daher vorab, ob dein Anbieter das erlaubt.
QR-Code erstellen: Die perfekte Ergänzung zum Kurzlink
Ein Kurzlink lässt sich hervorragend mit einem QR-Code kombinieren. Gerade in gedruckten Medien oder auf Plakaten ist ein QR-Code oft die bequemste Möglichkeit, eine URL zu teilen. Du kannst einen QR-Code erstellen, der direkt auf deinen Kurzlink verweist. So bleibt der Link auch offline nutzbar und du kannst die Vorteile beider Welten nutzen.
Wenn du einen QR-Code erstellst, achte auf ausreichende Größe und Kontrast, damit er zuverlässig gescannt werden kann. Teste den Code mit verschiedenen Smartphones und Scan-Apps. Ein QR-Code, der nicht funktioniert, frustriert Nutzer mehr als ein langer Link. Kombiniere also Kurzlink und QR-Code, um maximale Reichweite zu erzielen.
Der Unterschied zwischen Zufall und System
Viele Links entstehen spontan und enden als lmy.de/A8X2P9. Ein solcher Link funktioniert, aber niemand kann sich ihn merken. Mit dem Namenssystem aus Schritt 2 bleiben deine Links dauerhaft verständlich – für dich und für deine Kunden. Ein systematischer Ansatz spart Zeit und vermeidet Fehler. Überlege dir eine einheitliche Namenskonvention für alle deine Kurzlinks. Zum Beispiel: lmy.de/aktion-monat oder lmy.de/bereich-thema. So findest du dich schnell zurecht und kannst neue Links nahtlos integrieren.
Wenn du wissen möchtest, wie du die Klicks auf deine Links auswertest, lies unseren Beitrag über Link-Tracking. Und die Grundlagen dazu erklärt unser Artikel Was ist ein Kurzlink?.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und gibt den Stand der öffentlich verfügbaren Informationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Eine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben wird nicht übernommen; die Inhalte ersetzen keine individuelle Beratung.