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QR-Code oder Kurzlink? Was eignet sich wann besser?
QR-Codes begegnen uns inzwischen überall: auf Speisekarten, Plakaten, Rechnungen, Verpackungen oder Eintrittskarten. Gleichzeitig werden täglich Millionen von Internetadressen über Messenger, soziale Netzwerke und E-Mails geteilt.
Doch was ist eigentlich praktischer: QR-Code oder Kurzlink?
Die Antwort hängt davon ab, wo und wie eine Internetadresse weitergegeben werden soll. In manchen Situationen ist ein QR-Code unschlagbar. In anderen ist eine kurze URL wesentlich komfortabler.
Und manchmal ist die Kombination aus beiden die beste Lösung.
In diesem Ratgeber zeigen wir die wichtigsten Unterschiede und typische Einsatzmöglichkeiten.
Was ist ein Kurzlink?
Ein Kurzlink ist eine kompakte Internetadresse, die auf eine längere URL weiterleitet.
Aus einer langen Adresse wie
https://www.beispiel.de/produkte/angebote/sommeraktion-2026
kann beispielsweise eine wesentlich kürzere Adresse werden:
lmy.de/sommer
Beim Aufrufen des Kurzlinks erfolgt die Weiterleitung zur ursprünglich hinterlegten Internetadresse.
Der wesentliche Vorteil liegt auf der Hand: Die Adresse wird kürzer und einfacher teilbar.
Das kann besonders praktisch sein, wenn URLs per Nachricht verschickt, in Präsentationen eingebaut oder auf gedruckten Materialien veröffentlicht werden sollen.
Was ist ein QR-Code?
Ein QR-Code ist ein zweidimensionaler Code, in dem Informationen gespeichert werden können.
Darin kann beispielsweise eine Internetadresse hinterlegt sein.
Statt die Adresse einzutippen, richtet der Nutzer einfach die Smartphone-Kamera auf den Code. Das Gerät erkennt die hinterlegte Information und kann anschließend die entsprechende Internetseite öffnen.
Gerade bei der Verbindung zwischen Offline- und Online-Inhalten ist das äußerst praktisch.
QR-Code und Kurzlink verfolgen eigentlich dasselbe Ziel
Auf den ersten Blick handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Technologien.
Im Alltag erfüllen sie jedoch häufig dieselbe Aufgabe:
Menschen möglichst einfach zu einer bestimmten Internetadresse zu führen.
Der entscheidende Unterschied liegt im Weg dorthin.
Beim Kurzlink wird eine Adresse angeklickt oder eingegeben.
Beim QR-Code wird sie eingescannt.
Welche Variante besser geeignet ist, hängt deshalb hauptsächlich vom jeweiligen Einsatzgebiet ab.
Wann ist ein Kurzlink die bessere Wahl?
Kurzlinks spielen ihre Vorteile überall dort aus, wo Nutzer bereits mit einem digitalen Gerät arbeiten.
Messenger und Chats
Wer einem Freund oder Kollegen eine Internetseite schicken möchte, benötigt normalerweise keinen QR-Code.
Ein anklickbarer Kurzlink ist wesentlich komfortabler.
E-Mails
Auch in E-Mails können kurze Adressen sinnvoll sein, insbesondere wenn die ursprüngliche URL sehr lang ist.
Social Media
In Profilen, Beiträgen und Beschreibungen kann der verfügbare Platz begrenzt sein. Eine kompakte Adresse lässt sich dort einfacher integrieren.
Präsentationen
Eine kurze URL lässt sich von einer Leinwand wesentlich leichter ablesen und gegebenenfalls manuell eingeben als eine lange Internetadresse.
Telefon und persönliche Gespräche
Versuche einmal, jemandem eine Internetadresse mit 80 Zeichen am Telefon durchzugeben.
Eine kurze Adresse ist dafür wesentlich geeigneter.
Wann ist ein QR-Code besser?
QR-Codes sind besonders stark, wenn eine Internetadresse nicht direkt angeklickt werden kann.
Das betrifft hauptsächlich physische Medien.
Flyer
Der Leser scannt den Code und gelangt direkt zur gewünschten Seite.
Plakate
Niemand möchte eine lange Internetadresse von einem Plakat abschreiben.
Ein QR-Code löst dieses Problem.
Visitenkarten
Ein kleiner Code kann beispielsweise auf eine Website, ein Portfolio oder eine Kontaktseite führen.
Speisekarten
Restaurants können zusätzliche Informationen oder digitale Angebote über einen QR-Code zugänglich machen.
Veranstaltungen
Programme, Anmeldungen oder weitere Informationen lassen sich über einen Scan schnell erreichen.
Produktinformationen
Auch gedruckte Unterlagen können durch QR-Codes mit weiterführenden digitalen Informationen ergänzt werden.
Die interessante Lösung: Kurzlink UND QR-Code
Hier wird es besonders spannend.
Man muss sich nämlich überhaupt nicht zwingend zwischen beiden Varianten entscheiden.
Eine kurze URL kann als Ziel eines QR-Codes verwendet und zusätzlich sichtbar daneben geschrieben werden.
Beispiel:
QR-Code
und darunter:
lmy.de/event
Damit erhält der Nutzer zwei Möglichkeiten.
Er kann den Code mit seinem Smartphone scannen oder die kurze Adresse direkt eingeben.
Das verbessert gleichzeitig die Zugänglichkeit: Funktioniert die Kamera nicht oder möchte jemand keinen QR-Code scannen, bleibt die sichtbare URL als Alternative erhalten.
Warum kurze URLs für QR-Codes interessant sind
QR-Codes können auch sehr lange Internetadressen speichern.
Technisch ist das zunächst kein Problem.
Mit zunehmender Datenmenge wird allerdings auch die Struktur des QR-Codes komplexer. Eine kompakte URL kann daher insbesondere bei kleinen Druckgrößen oder gestalterisch reduzierten Anwendungen sinnvoll sein.
Außerdem entsteht ein weiterer Vorteil:
Unter dem QR-Code kann dieselbe kurze Adresse lesbar ausgeschrieben werden.
Der Nutzer weiß dadurch, dass es eine alternative Möglichkeit gibt, das Ziel aufzurufen.
QR-Code oder Kurzlink auf einer Visitenkarte?
Hier würde sich die Kombination besonders anbieten.
Auf der Vorderseite stehen beispielsweise Name und Kontaktdaten.
Auf der Rückseite:
QR-Code + kurze URL
Der Code bietet Komfort, während die sichtbare Kurzadresse als Alternative dient.
Das wirkt wesentlich aufgeräumter als eine sehr lange Internetadresse.
Was eignet sich für Social Media?
Hier gewinnt meistens der Kurzlink.
Ein QR-Code innerhalb eines Beitrags kann zwar funktionieren, ist auf demselben Smartphone aber weniger komfortabel: Der Nutzer müsste beispielsweise einen Screenshot erstellen und den QR-Code anschließend aus dem Bild erkennen lassen.
Ein direkt anklickbarer Link ist wesentlich einfacher.
Für digitale Inhalte gilt deshalb häufig: Kurzlink vor QR-Code.
Was eignet sich für Print?
Hier dreht sich das Verhältnis um.
Auf einem Flyer lässt sich ein Link schließlich nicht anklicken.
Der QR-Code ermöglicht dagegen einen unmittelbaren Wechsel vom Papier zum Smartphone.
Für Print gilt deshalb häufig: QR-Code plus Kurzlink.
QR-Code oder Kurzlink – der direkte Vergleich
| Einsatz | Kurzlink | QR-Code |
|---|---|---|
| Messenger | sehr gut | eher unpraktisch |
| sehr gut | möglich | |
| Social Media | sehr gut | eingeschränkt |
| Flyer | gut | sehr gut |
| Plakat | gut | sehr gut |
| Visitenkarte | sehr gut | sehr gut |
| Präsentation | sehr gut | sehr gut |
| Telefonische Weitergabe | sehr gut | ungeeignet |
| Verpackung | gut | sehr gut |
| Veranstaltung | sehr gut | sehr gut |
Sicherheit nicht vergessen
Sowohl bei QR-Codes als auch bei verkürzten URLs gilt ein wichtiger Grundsatz:
Nicht jeder unbekannte Link sollte ungeprüft geöffnet werden.
Bei einem Kurzlink ist das endgültige Ziel nicht unbedingt aus der Adresse ersichtlich. Bei einem QR-Code ist die hinterlegte URL ebenfalls zunächst verborgen.
Deshalb sollte man Links nur aus vertrauenswürdigen Quellen öffnen und bei unerwarteten Aufforderungen zur Eingabe persönlicher Daten besonders aufmerksam sein.
Kann man einen bestehenden Link nachträglich kürzen?
Ja. Genau dafür sind URL-Kürzer gedacht.
Du benötigst lediglich die ursprüngliche Internetadresse.
Diese wird in einen URL-Kürzer eingefügt und anschließend erhältst du eine kompaktere Adresse, die auf das ursprüngliche Ziel weiterleitet.
Mit LMY.de kannst du beispielsweise aus einer langen URL einen kompakten Kurzlink erstellen.
Gerade wenn eine Adresse anschließend auf einem Flyer, in einer Präsentation oder zusammen mit einem QR-Code verwendet werden soll, kann das praktisch sein.
Was ist nun besser: QR-Code oder Kurzlink?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Als einfache Faustregel kann man sich merken:
Digital → Kurzlink
Print → QR-Code
Print mit maximaler Flexibilität → QR-Code + Kurzlink
Damit bekommt der Nutzer jeweils die einfachste Möglichkeit, die gewünschte Internetseite zu erreichen.
Fazit: Die Kombination ist häufig die beste Lösung
QR-Codes und Kurzlinks sind keine Konkurrenten.
Sie ergänzen sich.
Ein Kurzlink macht eine lange Internetadresse kompakter und leichter teilbar. Ein QR-Code erspart dagegen das manuelle Eingeben einer Adresse.
Wer beide Möglichkeiten kombiniert, kann digitale und gedruckte Inhalte besonders komfortabel miteinander verbinden.
Und genau darin liegt der eigentliche Vorteil: Der Nutzer entscheidet selbst, wie er zum gewünschten Inhalt gelangen möchte.
25 konkrete Einsatzmöglichkeiten findest du in unserem Beitrag 25 geniale Einsatzmöglichkeiten für QR-Codes.