TITANIC-U-BOOT - TIEFSEE-UNGLÜCK BEI TITANIC-EXPEDITION

June 25, 2023
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TITANIC-U-BOOT - TIEFSEE-UNGLÜCK BEI TITANIC-EXPEDITION

Körperliche Auswirkungen einer U-Boot-Implosion: Tod aller fünf Insassen nahe dem "Titanic"-Wrack nach "verheerender" Implosion des Unterwasserfahrzeugs.

Die fünf Mitglieder der "Titanic"-Expedition, die mit einem Mini-U-Boot in die Tiefen des Atlantiks tauchten, sind nach einer "verheerenden" Implosion des U-Boots ums Leben gekommen. Dies wurde nach der Entdeckung von Wrackteilen durch die US-Küstenwache und die Expeditionsleitung am Donnerstag bestätigt. Berichten zufolge hatte die US-Marine bereits am Sonntag durch Unterwasserüberwachungsgeräte Anzeichen einer möglichen Implosion des Mini-U-Boots festgestellt. Doch was geschieht mit dem menschlichen Körper 3800 Meter unter der Meeresoberfläche nach einer solchen Katastrophe?

Das Schicksal der Passagiere des "Titan"-U-Boots ist besiegelt: Wrackteile auf dem Grund des Atlantiks gehören zu dem U-Boot, das ursprünglich das legendäre "Titanic"-Wrack aus nächster Nähe erforschen sollte. Damit steht fest: Die "Titan" ist implodiert.

Wie die fünf Insassen ihren Tod erlitten haben, bleibt jedoch ungewiss. Laut Leo Latasch, Tauchmediziner und ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin, ist es wahrscheinlich, dass die Insassen bereits bewusstlos oder sogar tot waren, als Sauerstoffversorgungssysteme ausfielen. Sollten die fünf jedoch noch bei Bewusstsein gewesen sein, hätte der enorme Druck in 3800 Metern Tiefe, wo das "Titanic"-Wrack liegt, drastische Folgen gehabt.

"Mit jedem 10 Meter Anstieg der Tiefe erhöht sich der Wasserdruck um ein Bar", erklärt Claudia Haizmann, leitende Ärztin am Druckkammerzentrum in Freiburg. Demnach würde am Meeresboden ein Druck von 380 Bar herrschen. Zum Vergleich: Ein voll aufgepumpter Autoreifen weist etwa 2 Bar auf.

Trotz seiner High-Tech-Kabine hatte das U-Boot "Titan" offenbar Sicherheitsmängel. Wie das U-Boot letztendlich implodierte, ist derzeit noch unklar. In der Vergangenheit wurden jedoch immer wieder Sicherheitsmängel bekannt. Ein CBS News-Bericht zeigte beispielsweise, dass das U-Boot "Titan" mit einem X-Box-Controller gesteuert wurde. Oceangate-CEO Stockton Rush, der auch unter den Passagieren war, hatte jedoch betont, dass der Druckbehälter in Zusammenarbeit mit Boeing, NASA und der Universität Washington entwickelt worden war.

Körper zerfetzt in Bruchteilen von Sekunden

"Falls irgendetwas schiefgeht, wird das U-Boot wie eine zusammengedrückte Getränkedose zerstört", erklärt Haizmann. Das Hauptproblem bei einer Implosion liegt im plötzlichen Druckunterschied, der ausgeglichen werden muss. "Wir nehmen an, dass der menschliche Körper in diesem Fall innerhalb von Millisekunden zerrissen wird", fügt Tauchmediziner Latasch hinzu. Bei einer solchen Geschwindigkeit hätte ein Mensch überhaupt keine Zeit, um zu realisieren, dass er tödliche Verletzungen erlitten hat.

"Letztlich kommt es zu einer Implosion und das eindringende Wasser entfaltet solch eine Kraft, dass es anschließend wie bei einer Explosion aussieht - alles wird in kleinste Teile zerlegt", erläutert Haizmann. Im Körper existieren verschiedene luftgefüllte Räume, wie die Lunge, die dann komprimiert werden. Dies bedeutet, dass nicht nur die Überreste des U-Boots, "sondern auch die menschlichen Körper einem Trümmerfeld gleichen. Es bleibt nichts unversehrt."

Ob also neben den Wrackteilen der "Titan" auch Überreste der Leichen gefunden werden können, ist ungewiss, besonders da diese laut Latasch wahrscheinlich weggespült werden. "Es ist nahezu unmöglich, irgendetwas in einer Größe von mehreren Millimetern bis möglicherweise 20 oder 30 Zentimetern zu finden."

Gefahren der Tiefsee

Die Tiefsee ist eine extreme Umgebung, die eine Reihe von Gefahren für Menschen und Geräte darstellt. Hier sind einige der Hauptgefahren:

Druck: Aufgrund der enormen Menge an Wasser über der Tiefsee ist der Druck in diesen Tiefen unglaublich hoch. Für jeden 10 Meter, den man unter die Meeresoberfläche geht, nimmt der Druck um etwa eine Atmosphäre zu. Das bedeutet, dass der Druck in der Tiefsee mehrere hundert Mal höher sein kann als an der Oberfläche. Diese Bedingungen können für Menschen tödlich sein und machen es auch schwierig, Geräte zu entwerfen, die diesen Druck aushalten können.

Temperatur: Die Temperaturen in der Tiefsee sind oft nahe dem Gefrierpunkt, was sowohl für Menschen als auch für viele Arten von Ausrüstung eine Herausforderung darstellt.

Dunkelheit: Jenseits einer bestimmten Tiefe kann Sonnenlicht nicht mehr in die Tiefsee eindringen, wodurch es völlig dunkel wird. Dies macht die Navigation und Erforschung der Tiefsee schwierig.

Lebewesen: Obwohl das Leben in der Tiefsee aufgrund der extremen Bedingungen rar ist, gibt es immer noch viele Kreaturen, die in dieser Umgebung gedeihen. Einige davon können für Menschen gefährlich sein, wie z.B. einige Arten von Tiefseequallen oder Anglerfischen.

Isolation: In der Tiefsee sind Sie weit entfernt von Hilfe, sollte etwas schief gehen. Dies macht die Tiefsee zu einer potenziell gefährlichen Umgebung für die Erforschung.

Veränderungen in der Umwelt: Erdbeben und Tsunamis können von der Bewegung der tektonischen Platten auf dem Meeresboden verursacht werden. Dies kann zu abrupten Veränderungen in der Umwelt führen, die für Forscher und ihre Ausrüstung gefährlich sein können.

(Quelle Bildmaterial: Bild von Đỗ Thiệp auf Pixabay)

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