Wer Klicks misst, verarbeitet Daten – und wer Daten verarbeitet, muss die Datenschutzregeln kennen. Die gute Nachricht: Für einfaches Link-Tracking gelten überschaubare Grundsätze. Dieser Beitrag erklärt sie verständlich – er ersetzt aber keine Rechtsberatung.
Was beim Tracking passiert
Beim Aufruf eines getrackten Links übermittelt der Browser technische Informationen: Gerätetyp, ungefährer Standort, Herkunftsseite. Für dich als Betreiber heißt das: Du verarbeitest personenbezogene Daten im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung – auch wenn du Namen und Adressen gar nicht siehst.
Die drei Grundregeln
- Zweck klären: Verarbeite nur, was du für deine Auswertung wirklich brauchst – Klickzahlen statt übertriebener Datensammlung.
- Transparenz schaffen: In deiner Datenschutzerklärung sollte stehen, dass und wozu du Klickdaten erfasst.
- Anbieter prüfen: Nutze Dienste mit Sitz in der EU oder mit angemessenem Datenschutzniveau – und weise darauf in der Erklärung hin.
Was in die Datenschutzerklärung gehört
Formuliere in einfacher Sprache, welche Daten beim Aufruf deiner Links entstehen, wofür du sie nutzt und wie lange du sie speicherst. Je kürzer und verständlicher, desto besser – Kunden vertrauen einer Erklärung, die sie lesen können.
Tracking, das ohne Bedenken auskommt
Am unkompliziertesten ist die Variante, die nur das Nötigste erhebt: Klickzahlen pro Link, ohne Verknüpfung mit einzelnen Personen. So bekommst du die Auswertung, die du für dein Marketing brauchst – und sparst dir die aufwendigsten Pflichten. Was ein getrackter Link alles liefert, zeigt unser Beitrag zum Link-Tracking.
Häufige Fragen
Brauche ich einen Zustimmungs-Banner?
Bei cookielosem Link-Tracking in der Regel nicht; eine transparente Datenschutz-Information bleibt sinnvoll.
Sehe ich einzelne Personen?
Nein, du siehst aggregierte, pseudonyme Daten.
Brauche ich eine Einwilligung?
Bei cookielosem Link-Tracking in der Regel nicht.
Fazit
Link-Tracking und Datenschutz schließen sich nicht aus. Wer den Zweck klärt, transparent informiert und sparsam erhebt, misst seine Kampagnen sauber – und bleibt dabei auf der sicheren Seite. Im Zweifel hilft ein Blick in deine Datenschutzerklärung oder ein Gespräch mit einer Fachperson.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und gibt den Stand der öffentlich verfügbaren Informationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Eine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben wird nicht übernommen; die Inhalte ersetzen keine individuelle Beratung.