Ein kleines Quadrat mit erstaunlich vielen Möglichkeiten
QR-Codes sind längst mehr als die schwarz-weißen Quadrate auf Verpackungen oder Restauranttischen. Richtig eingesetzt verbinden sie die reale Welt innerhalb weniger Sekunden mit digitalen Inhalten.
Smartphone herausnehmen, Kamera öffnen, scannen – fertig.
Doch wohin sollte ein QR-Code eigentlich führen?
Genau hier wird es interessant. Denn hinter einem QR-Code kann sich weit mehr verbergen als lediglich die Startseite einer Website.
Von der digitalen Visitenkarte über WLAN-Zugänge bis zur Veranstaltung: Wir zeigen 25 praktische und teilweise überraschende QR-Code-Ideen, die sich privat oder geschäftlich einsetzen lassen.
1. Website auf Visitenkarten
Eine der einfachsten Anwendungen ist gleichzeitig eine der sinnvollsten.
Statt eine Internetadresse abzutippen, scannt der Empfänger einer Visitenkarte einfach den aufgedruckten QR-Code.
Besonders interessant ist die Kombination:
QR-Code + kurze URL
So kann der Empfänger entweder scannen oder die Adresse selbst eingeben.
2. Digitale Speisekarte
Restaurants können über einen QR-Code eine aktuelle Speisekarte bereitstellen.
Das hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber einer gedruckten Karte: Ändert sich das Angebot, muss nicht zwangsläufig alles neu gedruckt werden – vorausgesetzt, das hinterlegte Ziel lässt sich entsprechend verwalten.
3. WLAN-Zugang für Gäste
Eine besonders praktische Anwendung im Alltag:
Ein QR-Code kann die notwendigen Informationen für den Zugang zu einem WLAN enthalten.
Besucher müssen dann kein kompliziertes Passwort mehr abtippen.
Das eignet sich beispielsweise für:
Hotels, Ferienwohnungen, Büros, Restaurants oder das eigene Zuhause.
4. Bedienungsanleitungen digital bereitstellen
Warum eine umfangreiche Anleitung direkt auf ein Produkt drucken?
Ein QR-Code kann zu einer ausführlichen digitalen Anleitung führen.
Das bietet außerdem Platz für zusätzliche Informationen, Bilder oder Videos.
5. Veranstaltungen und Partys
Auch für private Veranstaltungen können QR-Codes praktisch sein.
Ein Code auf der Einladung könnte beispielsweise zu einer Seite mit:
Adresse, Anfahrtsbeschreibung, Programm oder zusätzlichen Informationen führen.
6. Bewertungen einfacher erreichbar machen
Unternehmen können Kunden über einen QR-Code zu einer Seite führen, auf der sie eine Bewertung oder Rückmeldung abgeben können.
Wichtig ist dabei eine neutrale Gestaltung: Der Nutzer sollte selbst entscheiden können, ob und wie er eine Bewertung abgeben möchte.
7. Immobilien-Exposés ergänzen
Auch bei Immobilien können QR-Codes ausgesprochen nützlich sein.
Auf einem Verkaufsschild oder Exposé kann ein Code beispielsweise zu:
weiteren Fotos, einem virtuellen Rundgang, Grundrissen oder zusätzlichen Objektinformationen führen.
Damit lassen sich gedruckte und digitale Informationen hervorragend kombinieren.
8. Social-Media-Profile
Wer mehrere Kanäle betreibt, kann einen QR-Code einsetzen, um Interessenten auf eine zentrale Profil- oder Übersichtsseite zu führen.
Besonders auf Messeständen, Flyern oder Visitenkarten kann das sinnvoll sein.
9. Lebenslauf und Bewerbung
Ein dezenter QR-Code im Lebenslauf kann auf zusätzliche Informationen verweisen.
Beispiele sind ein Portfolio, eine persönliche Website oder Arbeitsproben.
Dabei gilt allerdings: Weniger ist mehr. Der QR-Code sollte einen echten zusätzlichen Nutzen bieten und nicht lediglich dekorativ eingesetzt werden.
10. Hochzeiten
Bei Hochzeiten gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.
Ein QR-Code kann beispielsweise zu einer Seite führen, auf der Gäste Informationen zur Feier finden oder – sofern ein entsprechender Dienst verwendet wird – Fotos austauschen können.
Auch auf Einladungen oder Tischkarten lässt sich ein Code integrieren.
11. Digitale Getränkekarte
Ähnlich wie bei Speisekarten können Bars oder Cafés eine Getränkekarte digital anbieten.
Insbesondere bei regelmäßig wechselnden Angeboten kann das praktisch sein.
12. Produktinformationen
Auf Verpackungen steht nur begrenzt Platz zur Verfügung.
Ein QR-Code kann deshalb auf weiterführende Informationen verweisen:
Anleitungen, technische Daten, Herkunftsinformationen oder zusätzliche Hinweise.
13. Flyer
Ein Klassiker – und vollkommen zu Recht.
Ein gedruckter Flyer weckt Interesse, während der QR-Code den direkten Weg zum weiterführenden digitalen Inhalt bereitstellt.
Der Medienbruch zwischen Papier und Smartphone wird dadurch erheblich kleiner.
14. Gewinnspiele und Aktionen
Ein QR-Code kann Teilnehmer direkt zu einer Aktionsseite führen.
Das erspart das manuelle Eingeben langer Internetadressen und senkt die Hürde zwischen dem Entdecken einer Aktion und der Teilnahme.
15. Museen und Ausstellungen
Neben einem Ausstellungsstück kann nur eine begrenzte Menge Text stehen.
Ein QR-Code eröffnet zusätzliche Möglichkeiten.
Besucher könnten beispielsweise weiterführende Informationen, Hintergrundtexte oder multimediale Inhalte aufrufen.
16. Speisekarten mit mehreren Sprachen
Für touristische Regionen ist diese Anwendung besonders interessant.
Ein QR-Code kann auf eine digitale Seite führen, auf der der Besucher zwischen unterschiedlichen Sprachversionen wählen kann.
17. Ferienwohnungen
Vermieter können Gästen über einen QR-Code eine zentrale Informationsseite anbieten.
Dort könnten beispielsweise Hinweise zu:
Check-out, WLAN, Hausregeln, Umgebung oder wichtigen Kontaktdaten stehen.
Statt mehrere Zettel auszulegen, existiert ein zentraler digitaler Einstiegspunkt.
18. Messestände
Auf einer Messe möchte kaum jemand lange Internetadressen eintippen.
Ein QR-Code auf einem Aufsteller ermöglicht den direkten Zugriff auf zusätzliche Informationen.
Interessenten können die Seite anschließend auf ihrem eigenen Smartphone speichern.
19. Präsentationen
Am Ende eines Vortrags erscheint ein QR-Code auf der Leinwand.
Die Zuschauer können ihn scannen und beispielsweise die Präsentation, weiterführende Informationen oder eine Projektseite öffnen.
Hier empfiehlt sich ebenfalls eine sichtbare Kurz-URL als Alternative.
20. Fahrzeuge
Unternehmen können einen QR-Code auf Firmenfahrzeugen einsetzen.
Allerdings sollte der Code so positioniert sein, dass er hauptsächlich bei einem stehenden Fahrzeug verwendet wird.
Niemand sollte während der Fahrt versuchen, einen QR-Code zu scannen.
21. Verpackungen
Eine Verpackung muss nicht sämtliche Informationen enthalten.
Ein QR-Code kann die physische Verpackung mit einer umfangreicheren digitalen Produktseite verbinden.
Das schafft zusätzlichen Informationsraum, ohne die Verpackung zu überladen.
22. Gutscheine
Ein QR-Code kann auch Bestandteil eines Gutscheins sein und beispielsweise zu Informationen über die Einlösung oder zu einer dafür vorgesehenen Seite führen.
Bei individuellen Codes sollten allerdings geeignete technische Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt werden.
23. Gebrauchsanleitungen per Video
Manche Dinge lassen sich in zwei Minuten Video besser erklären als auf fünf Seiten Text.
Ein QR-Code auf einem Produkt kann den Nutzer unmittelbar zu einer passenden Videoanleitung führen.
Das kann die Benutzerfreundlichkeit erheblich verbessern.
24. Notfallinformationen
Auch hier gibt es interessante Anwendungen – allerdings mit einer wichtigen Einschränkung.
Nicht vertrauliche Informationen können über einen QR-Code leichter erreichbar gemacht werden.
Sensible personenbezogene oder medizinische Informationen sollten dagegen nicht einfach öffentlich über einen ungeschützten Link verfügbar gemacht werden.
25. QR-Code mit Kurzlink kombinieren
Unsere letzte Idee ist gleichzeitig eine der interessantesten.
Statt eine sehr lange Internetadresse direkt zu verwenden, kann zunächst eine kurze URL erstellt werden.
Diese Kurz-URL wird anschließend mit dem QR-Code verbunden.
Unterhalb des Codes kann beispielsweise stehen:
lmy.de/event
Der Besucher erhält dadurch zwei Möglichkeiten:
Scannen oder Adresse eingeben.
Genau diese Kombination eignet sich besonders gut für Flyer, Visitenkarten, Präsentationen, Messestände oder Veranstaltungen.
QR-Code statisch oder flexibel einsetzen?
Hier sollte man bereits vor dem Drucken überlegen, wie langfristig das Ziel bestehen bleibt.
Ist eine Internetadresse unmittelbar im QR-Code hinterlegt und ändert sich diese später, kann ein bereits gedruckter Code problematisch werden.
Eine mögliche Lösung besteht darin, einen dauerhaft erreichbaren Weiterleitungslink als Ziel zu verwenden.
Dann zeigt der gedruckte QR-Code auf die Weiterleitungsadresse und diese wiederum auf den eigentlichen Inhalt.
Das kann insbesondere bei langfristig verwendeten Flyern, Aufstellern oder Visitenkarten interessant sein.
Warum kurze URLs und QR-Codes gut zusammenpassen
Ein QR-Code benötigt keine sichtbare Internetadresse.
Für den Menschen ist eine zusätzliche lesbare Adresse trotzdem hilfreich.
Stell dir einen Messestand vor:
QR-Code scannen
oder darunter:
Mehr erfahren: lmy.de/messe
Funktioniert der Scan gerade nicht, kann der Besucher die Adresse trotzdem aufrufen.
Außerdem erkennt er sofort, dass hinter dem Code eine Internetadresse steckt.
Was sollte man bei QR-Codes vermeiden?
Ein QR-Code sollte nicht einfach nur verwendet werden, weil gerade Platz dafür vorhanden ist.
Vorher sollte eine einfache Frage beantwortet werden:
Was bekommt der Nutzer nach dem Scan?
Ein Code mit echtem Mehrwert kann sinnvoll sein.
Ein QR-Code, der lediglich auf dieselbe Startseite führt, deren Adresse bereits direkt daneben steht, bietet dagegen kaum zusätzlichen Nutzen.
Auch die Größe und Platzierung spielen eine Rolle. Der Code muss ausreichend groß, kontrastreich und mit einer Smartphone-Kamera problemlos erfassbar sein.
Sicherheit: Nicht jeden QR-Code blind öffnen
Ein QR-Code verrät auf den ersten Blick nicht unbedingt, welches Ziel dahinterliegt.
Das macht Aufmerksamkeit erforderlich.
Besonders bei QR-Codes, die beispielsweise nachträglich als Aufkleber über einen bestehenden Code geklebt wurden, sollte man vorsichtig sein.
Vor der Eingabe von Zugangsdaten, Zahlungsinformationen oder anderen sensiblen Informationen sollte deshalb immer geprüft werden, welche Internetseite tatsächlich geöffnet wurde.
QR-Code erstellen oder URL kürzen?
Das hängt vom Einsatzzweck ab.
Online: Ein anklickbarer Kurzlink ist meistens komfortabler.
Offline: Ein QR-Code ist häufig die bessere Lösung.
Print und Präsentationen: Die Kombination aus QR-Code und Kurzlink kann besonders praktisch sein.
Damit entscheidet der Nutzer selbst, wie er die Information aufrufen möchte.
Jetzt selbst ausprobieren
Du hast eine lange Internetadresse, die du auf einem Flyer, einer Visitenkarte oder in einer Präsentation verwenden möchtest?
Dann kannst du zunächst einen kompakten Kurzlink daraus erstellen.
Auf LMY.de lässt sich eine lange Internetadresse in eine kurze URL umwandeln.
Anschließend kann die kurze Adresse direkt geteilt oder beispielsweise als Grundlage für einen QR-Code verwendet werden.
Fazit: Ein QR-Code ist nur so gut wie die Idee dahinter
QR-Codes sind erstaunlich vielseitig.
Vom WLAN-Zugang über Visitenkarten und Speisekarten bis zu Veranstaltungen, Immobilien und Produktinformationen gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.
Der technische Vorgang ist dabei nur der Anfang.
Entscheidend ist, dass der Nutzer nach dem Scan tatsächlich etwas erhält, das für ihn hilfreich, interessant oder praktisch ist.
Genau dann wird aus einem kleinen schwarz-weißen Quadrat ein erstaunlich wirkungsvolles Werkzeug.