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Balkonkraftwerk-Rechner

Schätze Jahresertrag, Eigenverbrauch, Ersparnis und Amortisation eines Steckersolargeräts – in drei offen gelegten Szenarien und optional mit Speicher.

Deine Anlage

Die Summe der Modulleistungen. Für die vereinfachte Anmeldung sind bis 2.000 Wp zulässig.

Für die vereinfachte Anmeldung höchstens 800 Watt. Maßgeblich ist das Typenschild.

Dieser Wert entscheidet über das Ergebnis. Er ist keine Standortabfrage: prüfe ihn und passe ihn an Ausrichtung, Neigung und Verschattung an.

Der Anteil des Jahresertrags, der direkt im Haushalt verbraucht wird. Die belegten Werte streuen stark: rund 70 % nennt die Verbraucherzentrale für ein senkrechtes Modul, der Umweltbundesamt rechnet mit etwa 70 %, Herstellerangaben nennen ohne Speicher 30 bis 40 %.

Einmalige Kosten nach Förderung

Ein Richtwert für 800 Wp inklusive Montage durch einen Fachbetrieb ist nicht belegbar. Die Verbraucherzentrale nennt für zwei Module mit Befestigung rund 300 bis 500 €.

Einspeisung des Überschusses mitrechnen

Achtung: Steckersolargeräte nach § 8 Abs. 5a EEG sind der unentgeltlichen Abnahme zugeordnet und erhalten in der Praxis keine Vergütung. Eine Vergütung setzt eine reguläre Anmeldung mit Zweirichtungszähler voraus. Der Satz für Anlagen bis 10 kW beträgt 7,70 ct/kWh bei Inbetriebnahme zwischen 01.08.2026 und 31.12.2026.

Speicher mitrechnen

Ein belastbarer Eigenverbrauchswert für Speicher ist nicht belegt. Der einzige gefundene Wert ist eine Herstellerangabe mit 83 %. Behandle das Ergebnis deshalb als Annahme, nicht als Messwert.

Alle Eingaben bleiben in deinem Browser.

Drei Szenarien

So rechnet der Rechner

  • Jahresertrag (kWh) = Modulleistung (kWp) × spezifischer Ertrag (kWh/kWp). Eigenverbrauch = Jahresertrag × Eigenverbrauchsanteil. Ersparnis = Eigenverbrauch × Strompreis + Überschuss × Einspeisesatz.
  • Der spezifische Ertrag ist der entscheidende Wert und hängt von Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab. Der Rechner fragt keine Wetter- oder Standortdaten ab. Die Vorbelegung ist ein datierter Richtwert, kein Wert für deine Adresse.
  • Der Eigenverbrauchsanteil ist der unsicherste Wert der Rechnung. Die belegten Quellen streuen zwischen rund 30 und 83 %. Deshalb zeigt der Rechner drei Szenarien mit offen gelegten Annahmen.
  • Für den Speicher ist kein belastbarer Eigenverbrauchswert belegt. Der Rechner rechnet mit deiner eigenen Annahme und weist das Ergebnis getrennt aus.
  • Die einfache Amortisation ist eine statische Rechnung. Finanzierung, Reparaturen, Wechselrichtertausch, Reinigung und Opportunitätskosten sind nicht enthalten. Sie überschätzt die Wirtschaftlichkeit deshalb eher.
  • Der Rechner gibt keine CO₂-Einsparung aus. Eine belastbare, datierte Emissionsannahme für die vermiedene Strommenge liegt hier nicht vor, und der Durchschnittsfaktor des Strommix überschätzt die langfristige Einsparung.
Beispielrechnung

800 Wp, 900 kWh je kWp, 60 % Eigenverbrauch, 0,35 €/kWh, 700 € Investition, keine laufenden Kosten und keine Einspeisung: Jahresertrag 720 kWh, davon 432 kWh selbst genutzt und 288 kWh Überschuss. Die Ersparnis beträgt 151,20 € im Jahr, die Anlage ist nach 4,6 Jahren bezahlt.

Rechtlicher Rahmen

Diese Angaben geben den Stand vom 27.09.2026 wieder. Sie sind keine Rechtsberatung.

  • Für die vereinfachte Anmeldung gilt eine Wechselrichterleistung von höchstens 800 VA und eine Modulleistung von höchstens 2.000 Wp (§ 8 Abs. 5a EEG 2023). Maßgeblich sind Typenschild und Einheitenzertifikat, nicht eine reine Software-Drosselung.
  • Pflicht ist die Registrierung im Marktstammdatenregister, Frist ein Monat nach Inbetriebnahme. Eine zusätzliche Anmeldung beim Netzbetreiber darf nicht verlangt werden.
  • Ein Schuko-Anschluss ist normgerecht bis 960 Wp Modulleistung zulässig und nur bei einem Gerät nach DIN VDE V 0126-95. Ab 961 bis 2.000 Wp ist eine Energiesteckvorrichtung oder ein Festanschluss durch eine Elektrofachkraft nötig.
  • Pro abrechnungsrelevantem Zähler ist ein Steckersolargerät zulässig, Mehrfachsteckdosen sind unzulässig. Ein Speicher muss weiterhin beim Netzbetreiber angemeldet und von einer Elektrofachkraft angeschlossen werden.
  • Steckersolargeräte nach § 8 Abs. 5a sind der unentgeltlichen Abnahme zugeordnet. In der Praxis wird deshalb keine Einspeisevergütung gezahlt.

Häufige Fragen

Wie zuverlässig ist der Jahresertrag?

Er hängt vom Standort, von der Ausrichtung, von der Neigung und von der Verschattung ab. Der Rechner fragt keine Wetterdaten ab, sondern rechnet mit dem spezifischen Ertrag, den du einträgst. Die Vorbelegung ist ein deutschlandweiter Richtwert.

Warum gibt es drei Szenarien?

Weil der Eigenverbrauchsanteil die unsicherste Größe ist und die Quellen zwischen rund 30 und 83 % streuen. Die drei Szenarien zeigen, wie stark das Ergebnis davon abhängt, und legen ihre Annahmen offen.

Bekomme ich Geld für den Überschuss?

Bei einem Steckersolargerät nach § 8 Abs. 5a in der Praxis nicht, weil es der unentgeltlichen Abnahme zugeordnet ist. Eine Vergütung setzt eine reguläre Anmeldung mit Zweirichtungszähler voraus. Der Rechner setzt sie nur an, wenn du sie ausdrücklich einträgst.

Was bedeutet die Amortisationszeit?

Sie sagt, nach wie vielen Jahren die jährliche Ersparnis die Investition erreicht. Die Rechnung ist statisch: Finanzierung, Reparaturen, ein späterer Wechselrichtertausch und Opportunitätskosten fehlen. Sie überschätzt die Wirtschaftlichkeit daher eher.

Woher die Vorbelegungen kommen

Die Werte sind datiert und werden nicht automatisch aktualisiert. Prüfe sie und überschreibe sie mit deinen eigenen Angaben.

  • Spezifischer Ertrag 1.000 kWh/kWp: PVGIS 5.2 der EU-Kommission, Strahlungsdaten 2005 bis 2020, für 35° Süd ohne Verschattung. Eigene Abfragen vom 27.09.2026 ergaben München 1.117, Berlin 1.056 und Hamburg 974 kWh/kWp. Für senkrechte Balkonmontage in Berlin nur 765 kWh/kWp.
  • Eigenverbrauch 60 %: eigene Setzung in der Mitte der belegten Bandbreite. Verbraucherzentrale NRW und Umweltbundesamt nennen rund 70 %, eine Herstellerangabe ohne Speicher 30 bis 40 % (niedrig belastbar). Es gibt keinen einzelnen gesicherten Standardwert.
  • Strompreis 0,35 €/kWh: bewusst runder Beispielwert. Zur Einordnung nennt die BDEW-Strompreisanalyse 37,0 ct/kWh für Neukundentarife bei 3.500 kWh (Datenstand 08/2026).
  • Investition 700 €: eigene Setzung oberhalb der von der Verbraucherzentrale genannten 300 bis 500 € für zwei Module mit Befestigung, weil Montage, Anschluss und Zubehör dazukommen. Ein belegbarer Komplettpreis inklusive Fachbetrieb liegt nicht vor.
  • Einspeisesatz 7,70 ct/kWh: Bundesnetzagentur für Anlagen bis 10 kW bei Inbetriebnahme zwischen 01.08.2026 und 31.12.2026. Für Steckersolargeräte nach § 8 Abs. 5a wird in der Praxis keine Vergütung gezahlt.

Haftungsausschluss

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Ergebnisse dieses Rechners sind eine unverbindliche Schätzung und dienen ausschließlich der Orientierung. Für fehlerhafte, unvollständige oder falsch übermittelte Angaben sowie für die daraus berechneten Ergebnisse übernehmen wir keine Gewähr. Nutzungsbedingungen