Zur Rechner-Übersicht
lmy.de Tool

Wärmepumpen-Stromkostenrechner

Schätze den Strombedarf und die Betriebskosten einer Wärmepumpe – aus deinem Wärmebedarf oder aus dem Verbrauch deiner bisherigen Heizung.

Die Wärmemenge, die das Gebäude im Jahr braucht. Sie steht im Energieausweis oder ergibt sich aus dem bisherigen Verbrauch.

Wärmepumpe

Gemessene Werte aus deutschen Feldtests: Außenluft im Mittel 3,4 mit einer Spanne von 2,6 bis 4,9, Erdreich im Mittel 4,3 mit 3,6 bis 5,4. Mit reinen Heizkörpern und hoher Vorlauftemperatur wurden 2,85 gemessen, mit Fußbodenheizung 3,70.

Haushaltsstrom lag 2026 bei durchschnittlich 37,0 ct/kWh. Wärmepumpentarife liegen darunter: mit zweitem Zähler im Mittel 24 ct/kWh, ohne zweiten Zähler 31,5 ct/kWh. Sie binden dafür einen zweiten Zähler und oft eine Steuerung durch den Netzbetreiber.

Gemessen an Wärmepumpen im Bestand sind es rund 19 %. Der Rechner teilt den Wärmebedarf damit nur auf; er rechnet für Warmwasser dieselbe Jahresarbeitszahl wie für die Heizung, was den Warmwasseranteil eher unterschätzt.

Ein separater Wärmepumpenzähler kostet nach § 30 MsbG typischerweise 50 bis 100 € brutto im Jahr. Trage hier nur ein, was zusätzlich anfällt.

Gemessen in deutschen Feldtests: bei Außenluft im Mittel 1,3 %, bei Erdreich 0,1 %. In kalten Jahren und bei Ausfällen deutlich mehr. Trage 0 ein, wenn kein Heizstab vorhanden ist.

Vergleich mit der bisherigen Heizung

Der Vergleich erscheint nur, wenn du den Preis deines bisherigen Brennstoffs einträgst. Er stellt die reinen Brennstoffkosten den reinen Stromkosten gegenüber.

Preis je kWh Gas (€)

Alle Eingaben bleiben in deinem Browser.

Drei Jahresarbeitszahlen

So rechnet der Rechner

  • Strombedarf (kWh) = Wärmebedarf (kWh) ÷ Jahresarbeitszahl. Mit Heizstab gilt: Strombedarf = Wärmebedarf ÷ ((1 − Heizstabanteil) × Jahresarbeitszahl + Heizstabanteil). Aus dem Brennstoffverbrauch: Wärmebedarf = Verbrauch × Heizwert je Einheit × Jahresnutzungsgrad.
  • Die Jahresarbeitszahl ist das Verhältnis von abgegebener Wärme zu aufgenommener elektrischer Energie über ein ganzes Jahr. Sie hängt von Gebäude, Vorlauftemperatur, Wärmequelle, Klima und Anlagenplanung ab und ist keine feste Geräteeigenschaft.
  • Die Jahresarbeitszahl stammt aus Feldmessungen und gilt für die Erzeugerseite. Wird die Verteilung und die Warmwasserbereitung mitgerechnet, liegt die Systemarbeitszahl im Mittel rund 15 % darunter.
  • Der Jahresnutzungsgrad einer alten Heizung ist keine Konstante. Bei Konstanttemperaturkesseln sinkt er mit der Auslastung deutlich, im Sommer bei reiner Warmwasserbereitung am stärksten. Ein pauschaler Wert von 85 % überschätzt eine alte Anlage oft.
  • Dieser Rechner dient ausschließlich der Betriebskostenorientierung. Er ist keine Heizlastberechnung, keine Förderberatung und keine Auslegung. Investition, Wartung, Schornsteinfeger, Zählerschrank und ein möglicher Heizkörpertausch sind nicht enthalten.
Beispielrechnung

15.000 kWh Wärmebedarf, Jahresarbeitszahl 3,5, Strompreis 0,28 €/kWh, Grundpreis 120 € im Jahr, kein Heizstab: Der Strombedarf beträgt 4.286 kWh. Die reinen Stromkosten liegen bei 1.200,00 €, mit Grundpreis bei 1.320,00 € oder 110,00 € im Monat.

Häufige Fragen

Welche Jahresarbeitszahl soll ich eintragen?

Wenn du keine Messung hast, nimm den Bereich aus den Feldtests: Außenluft im Mittel 3,4, Erdreich im Mittel 4,3. Mit reinen Heizkörpern und hoher Vorlauftemperatur wurden 2,85 gemessen, mit Fußbodenheizung 3,70. Der Rechner zeigt dir drei Werte nebeneinander.

Warum rechnet der Rechner den Heizstab heraus?

Weil ein Teil des Stroms nicht über die Wärmepumpe läuft, sondern direkt im Heizstab zu Wärme wird. Diesen Anteil rechnet der Rechner mit dem Faktor eins statt mit der Jahresarbeitszahl. Ohne diese Trennung würde der Strombedarf zu niedrig ausfallen.

Woher kenne ich meinen Wärmebedarf?

Aus dem Energieausweis, aus einer Heizlastberechnung oder aus dem bisherigen Verbrauch. Im zweiten Modus leitet der Rechner ihn aus dem Brennstoffverbrauch und dem Jahresnutzungsgrad deiner alten Heizung ab.

Ersetzt das eine Heizlastberechnung?

Nein. Der Rechner schätzt ausschließlich die Betriebskosten. Ob eine Wärmepumpe zum Gebäude passt, welche Leistung nötig ist und welcher Heizkörper getauscht werden muss, kann nur eine Vor-Ort-Prüfung durch eine Fachplanung klären.

Woher die Vorbelegungen kommen

Die Werte sind datiert und werden nicht automatisch aktualisiert. Prüfe sie und überschreibe sie mit deinen eigenen Angaben.

  • Jahresarbeitszahlen: Fraunhofer ISE, Projekt WP-QS im Bestand, Abschlussbericht vom 25.11.2025, 77 Anlagen, Messung 2021 bis 2024. Außenluft im Mittel 3,4 bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9, Erdreich im Mittel 4,3 bei 3,6 bis 5,4. Das IWU Darmstadt nennt in seinem Bericht vom 14.10.2025 für reine Heizkörper 3,05 und für Fußbodenheizung 3,70.
  • Heizwerte: § 9 Abs. 3 Heizkostenverordnung nennt als Hilfswerte 10 kWh je Kubikmeter Erdgas H und 10 kWh je Liter Heizöl EL. Vorrang haben die Werte in deinen Abrechnungsunterlagen.
  • Jahresnutzungsgrade: Recknagel/Sprenger/Schramek, Ausgabe 2001, Tabelle 5 bis 7, bezogen auf den Heizwert. Gas-Brennwert 0,97, Öl-Brennwert 0,91, Niedertemperatur 0,92 und 0,90, Konstanttemperatur 0,83 und 0,81 bei mittlerer Auslastung.
  • Strompreise: BDEW-Strompreisanalyse 08/2026 nennt 37,0 ct/kWh für Haushaltsstrom bei 3.500 kWh. Die Verbraucherzentrale NRW hat am 20.02.2026 Wärmepumpentarife ausgewertet: mit zweitem Zähler im Mittel 24 ct/kWh und 140 € Grundpreis, ohne zweiten Zähler 31,5 ct/kWh und 200 €.
  • Heizstabanteil: Fraunhofer ISE, WP-QS im Bestand, 25.11.2025. Anteil an der elektrischen Arbeit bei Außenluft 1,3 %, bei Erdreich 0,1 %. Der Anteil an der abgegebenen Wärme ist deutlich kleiner.
  • Warmwasseranteil: 19 % der abgegebenen Wärme, gemessen an 61 Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand (Fraunhofer ISE, 25.11.2025). Das Umweltbundesamt nennt 19,3 % Endenergie für private Haushalte im Jahr 2024.

Haftungsausschluss

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Ergebnisse dieses Rechners sind eine unverbindliche Schätzung und dienen ausschließlich der Orientierung. Für fehlerhafte, unvollständige oder falsch übermittelte Angaben sowie für die daraus berechneten Ergebnisse übernehmen wir keine Gewähr. Nutzungsbedingungen